Körperliche und psychische Wirkungen durch Meditation

Meditation ist auf der einen Seite ein Bewusstseinsprozess, auf der anderen Seite beeinflusst sie jedoch auch konkret unseren Organismus und unser tägliches Leben. Es gibt eine Vielzahl von Untersuchungen und Testreihen mit Menschen, die meditieren. Die Auswertungen ergaben folgende Veränderungen durch Meditation:

Körperliche Wirkungen:

  • Die Atemfrequenz nimmt ab, das heißt, der Atem wird ruhiger und gleichmäßiger.
  • Der Herzschlag wird langsamer, das Herz arbeitet ruhiger und effektiver.
  • Die Abnahme der Herz- und Atemfrequenz verringert wiederum den Sauerstoffverbrauch des Körpers.
  • Der Blutdruck sinkt während der Meditation. Nach längerer Übung neigen die Menschen weniger zu hohem Blutdruck. Beschwerden durch niedrigen Blutdruck treten ebenfalls seltener auf.
  • Der Milchsäurespiegel im Blut nimmt ab. Daraus kann man schließen, dass auch die Angstbereitschaft zurückgeht.
  • Im Gehirn entstehen vermehrt Alpha-Wellen – ein Indiz für tiefe, innere Entspannung und Gelöstheit.

Psychische Wirkungen:

  • In verschiedenen psychologischen Intelligenztests schneiden Meditierende besser ab als Menschen, die nie meditieren.
  • Das Erinnerungsvermögen und die Lernfähigkeit werden verbessert.
  • Die Fähigkeit zur Lösung mathematischer Aufgaben wird gestärkt.
  • Die Beziehung zu den Mitmenschen wird positiver eingeschätzt.
  • Die innere Kontrolle wird erhöht; es treten weniger Ängste auf.
  • Schlaflosigkeit kommt seltener vor. Die Zeit bis zum Einschlafen wird deutlich verkürzt.
  • Weil die Konzentration zunimmt, können störende Reize die Wahrnehmung weniger beeinflussen.
  • Der Selbstausdruck der Persönlichkeit in Sprache und Gestik wird verbessert.
  • Das Verlangen nach Genussgiften wird reduziert. Drogen werden überflßssig.
  • Gewalttätigkeit und Aggressionen nehmen ab.
  • Das Einfühlungsvermögen verbessert sich.

Wie ein einfaches Experiment uns zeigen kann, können wir unsere Gedanken nicht anhalten. Wir können Sie aber auf einem Punkt oder Wort festhalten. Durch diese relative Stille wird es, so wie man Mond und Sterne sehen kann, wenn die Sonne nicht da ist, für unverarbeitete unterbewusste Prozesse möglich, durch das Bewusstsein verarbeitet zu werden, wodurch der Geist gereinigt wird. Dieses Ausdehnen des Bewusstseins ist eine Erklärung für die Wirkung von Meditation.

Die Meditation wird meist von Geistprojektionen (Mantren) oder Handhaltungen (Mudras) unterstützt, denn:

  1. durch das Mitsingen oder Mitsprechen der Mantren in Gurmukkhi (heilige indische Sprache) werden Reflexpunkte im Mund angeregt
  2. die Handhaltungen (Mudras) haben eine starke Wirkung auf die Meridiane

Eine andere Erklärung ist, dass man durch Meditation, bei der man sehr lange immer wieder denselben Punkt, dasselbe Wort oder Bild betrachtet, eine neue frische Wahrnehmung der Dinge bekommt, ein neues Bewusstsein, weil der eingeschliffene Automatismus, mit dem wir gelernt haben, alles zu betrachten, nicht mehr funktioniert.

Außerdem aktiviert man durch die ununterbrochene Aufmerksamkeit in der Meditation verschiedene Chakren sowie archetypische Bewusstseinsmuster, die mit den jeweiligen Mantren und Bildern verbunden sind. Mit anderen Worten „Gott in uns“ spricht zu uns.

Eine poetische Erklärung ist, dass wir mit den Mantren der Meditationen Schwingungen in uns erzeugen, die auf vielen verschiedenen Ebenen unseres Wesens Resonanz haben. Das kann man vergleichen mit einem Musikinstrument, bei dem man einen Ton anschlägt, und alle Obertöne und Untertöne fangen an, von selbst mitzuschwingen, selbst von einem anderen Instrument, dass vielleicht in der Ecke steht und gar nicht direkt berührt wurde.

Viele Meditationen wirken wie Affirmationen. Weil alles um uns in letzter Instanz nur Schwingung ist und jeder Gedanke sich früher oder später manifestiert, rufen die konzentrierten und oft wiederholten Schlüsselgedanken der Mantren und Meditationsbilder ganz bestimmte Erfahrungen, Energien und Ereignisse hervor.

Meditation bringt zweierlei.
Sie bringt Weisheit, und sie bringt Freiheit. Diese zwei Blüten erwachsen aus der Meditation.

Wenn du still wirst, vollkommen still, jenseits vom Denken, dann kommen diese zwei Blumen in dir zum Blühen.

Die eine ist Weisheit: Du erkennst, was ist und was nicht ist. Und die andere ist Freiheit: Dann erkennst du, dass es für dein Bewusstsein keine Begrenzungen von Zeit und Raum mehr gibt.

Dann bist du befreit. Meditation ist der Schlüssel zur Befreiung, zur Weisheit.

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